Viele Handwerksbetriebe möchten online sichtbarer werden. Einer der ersten Gedanken ist dabei oft: "Ich brauche bessere Suchmaschinenplatzierungen – also SEO!" Doch ist Suchmaschinenoptimierung heute wirklich noch ein sinnvoller und effizienter Weg, um an neue Kunden zu kommen? Die kurze Antwort: Für die meisten kleineren Betriebe eher nicht.
Wir möchten dir in diesem Beitrag erklären, worauf es bei SEO ankommt, warum es gerade für Handwerksunternehmen oft nicht sinnvoll ist und welche konkreten Alternativen dir mehr Sichtbarkeit und planbarere Anfragen bringen.
Was ist SEO eigentlich?
SEO steht für "Search Engine Optimization" bzw. Suchmaschinenoptimierung. Ziel ist es, in Suchmaschinen wie Google möglichst weit oben zu bestimmten Begriffen gelistet zu werden, etwa "Terrassendach Hannover". Man versucht dies durch:
- gezielte Texterstellung mit bestimmten Keywords
- technische Optimierungen auf der Website
- sogenannte Backlinks (Verlinkungen von anderen Seiten auf deine Website)
Warum SEO früher besser funktioniert hat
Früher gab es weniger Konkurrenz. Eine gut geschriebene Website konnte mit etwas Aufwand schnell auf Seite 1 bei Google landen. Heute ist das anders:
- Die ersten 4–5 Google-Ergebnisse sind bezahlte Anzeigen
- Hinzu kommen Google Maps-Einträge, Shopping-Anzeigen und weitere organische Treffer
- Selbst auf Platz 1 bei Google bist du nicht der erste, der gesehen wird
Die Wahrheit: Sichtbarkeit durch SEO ist teuer und unsicher
Viele denken: Ich zahle einmal für SEO und bin dann dauerhaft sichtbar. Leider ist das ein Irrglaube. SEO ist ein andauernder Prozess. Gute Agenturen kosten oft 1.500 Euro pro Monat oder mehr. Und trotzdem ist nicht garantiert, dass du auf Platz 1 landest – und selbst wenn, bringt das noch keine Kunden.
Denn: Sichtbarkeit bedeutet nicht automatisch Anfragen. Dazu kommt: Sobald du aufhörst zu zahlen, verschwinden deine Rankings wieder – oft schneller als gedacht.
Die Konkurrenz ist übermächtig
Große Portale investieren hunderttausende Euro im Jahr in SEO und haben Teams aus Experten, die rund um die Uhr daran arbeiten, auf Platz 1 zu stehen. Dagegen kann ein regionaler Handwerksbetrieb kaum ankommen. Und selbst wenn du es schaffst, landest du im direkten Vergleich mit großen Namen, die bereits viel Vertrauen genießen.
Was Google wirklich will
Google zeigt bevorzugt Seiten, die für Nutzer relevant sind. Ein Kriterium dafür ist z. B., wie oft eine Firma direkt gesucht wird. Wenn also 100 Leute im Monat nach deinem Firmennamen googeln, sieht Google: "Diese Firma scheint bekannt zu sein" – und stuft dich automatisch höher ein.
Deshalb kann z. B. bezahlte Werbung auf Facebook oder Google indirekt auch zu besseren SEO-Ergebnissen führen, weil mehr Leute deinen Namen sehen und danach suchen.
Fazit: SEO ist oft keine gute Strategie für Handwerker
Wenn du 15.000 bis 20.000 Euro im Jahr in Werbung investieren kannst, dann nutze sie lieber dort, wo du direkt siehst, was zurückkommt: Bei bezahlter Werbung mit klarer Zielgruppe, messbaren Ergebnissen und schneller Wirkung.
Unsere Empfehlung:
- SEO nur, wenn du schon alles andere ausgeschöpft hast
- Maximal für 3–6 Monate testen
- Danach kritisch prüfen: Kommen wirklich Kunden?
Denn am Ende zählt nicht, wie viele Leute dich bei Google sehen – sondern wie viele dich kontaktieren.
Wenn du möchtest, dass dein Betrieb planbar mehr Anfragen generiert, dann prüfe, welche Werbeform sich für deinen Betrieb am besten eignet. Es gibt deutlich effizientere Wege als SEO.